Rettungssanitäter sind für den Rettungsdienst und Krankentransport ausgebildete Personen. In der Ausbildung werden die Grundlagen der Notfallmedizin und Techniken der Rettung schwer verletzter oder erkrankter Personen erlernt. Die Ausbildung dazu umfasst mindestens 520 Stunden und gliedert sich in vier Teile, erklärte Klaus Achatz, Leiter Rettungsdienst und stellvertretender Geschäftsführer im BRK Kreisverband Passau. Im Rahmen dieser umfangreichen Ausbildung geht es zuerst (mindestens 160 Stunden) um theoretische Grundlagen beim Fachlehrgang Rettungsdienst. Dabei wird u.a. ein umfassendes Basiswissen zur Anatomie und Physiologie aber auch Inhalte und Maßnahmen der Notfallmedizin vermittelt. Nach der Theorie wird das zuerst Erlernte schon mal in die Praxis umgesetzt. Beim 160-stündigen Praktikum auf einer Rettungswache werden die künftigen Rettungssanitäter/innen von Praxisanleitern unterstützt und begleitet. Weitere 160 Stunden entfallen, wie Klaus Achatz ausführte, auf das Klinikpraktikum. Dieses umfasst die Bereiche Notaufnahme, Intensivstation und Anästhesie. Im Bereich der medizinischen Maßnahmen werden Infusionen vorbereitet, beim Intubieren assistiert und der Umgang mit Medikamenten geübt. Als letzter Teil folgt noch ein 40 Stunden umfassender Abschusslehrgang an einer BRK-Bezirksschule mit der daran anschließenden schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung. Insgesamt waren es im Bereich des BRK-Kreisverbandes Passau 34 Frauen und 26 Männer, die die Prüfung nach der Bayerischen Rettungssanitäterverordnung (BayRettSanV) abgelegt hatten und im Rahmen einer Feierstunde ihre Urkunde verliehen bekamen. Dazu präsentierte sich im Sitzungsraum des Kreisverbandes schon ein beeindruckendes Bild, wenn der ganz Saal voller junger Leute ist und alle haben die Ausbildung als Rettungssanitäter/in erfolgreich abgeschlossen.
Dazu konnte stellvertretender Kreisgeschäftsführer Klaus Achatz als Hauptgäste eben die „frischgebackenen“ Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter begrüßen. Weiter begrüßte er Kreisvorsitzenden MdL a.D. Walter Taubeneder, Kreisgeschäftsführer Michael Wenig, Kreisbereitschaftsleiter Fabian Pernpointner, aus dem Sachgebiet Rettungsdienst Sandra Beck und Jonas Fuchs sowie die anwesenden Bereitschaftsleiter und Leiter der Rettungswachen.
„Leben Retten und Leben schützen – die wertvollsten und verantwortungsvollsten Aufgaben, die Sie sich alle vorgenommen haben! Tag für Tag nehmen Sie diese Verantwortung an und stellen sich mit Leib und Seele unter dem Zeichen des Roten Kreuzes in den Dienst der Gesellschaft“ betonte Kreisvorsitzender Walter Taubeneder. Dies verlangt Respekt und Anerkennung, was wir mit der heutigen Feierstunde und einem herzlichen Dank zum Ausdruck bringen wollen, ergänzte er. 34 junge Damen und 26 Männer haben sehr anstrengende und intensive, aber sicherlich auch sehr lehrreiche Monate hinter sich. „Sie haben sich der Herausforderung gestellt und diese mit Bravour gemeistert – und das alles ehrenamtlich“ lobte Taubeneder. Es ist sicherlich keine Selbstverständlichkeit, so viel Zeit in eine Weiterbildung zu investieren. Doch Sie können sich sicher sein: Ihr Engagement hat sich gelohnt“. Nicht nur, weil Sie erfolgreich abgeschlossen haben, sondern vor allem auch, weil Sie sich für eine gute Aufgabe entschieden haben. „Was gibt es Schöneres, als dabei zu helfen, ein Leben zu retten“, so Taubeneder. Für den BRK-Kreisverband Passau sind Sie genau der Nachwuchs, den wir brauchen, denn die Ausbildung zur/zum Rettungssanitäter/in ist das Aufwuchssystem des Rettungsdienstes. Weil es Sie gibt, wissen wir, dass wir auch künftige Herausforderungen meistern können, sagte der Kreisvorsitzende abschließend. Insgesamt zählen wir stolze 60 Absolventen, die sich erfolgreich zu Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern qualifiziert habe – zwei davon haben den Ausbildungszweig des technischen Rettungssanitäters gewählt, sagte BRK-Kreisvorsitzender Walter Taubeneder abschließend.
Bei der feierlichen Urkunden-Verleihung betonten die Kreisgeschäftsführer Michael Wenig und Klaus Achatz, als auch Kreisvorsitzender Walter Taubeneder und Kreisbereitschaftsleiter Fabian Pernpointner, dass das Retten von Menschenleben eine der sicherlich schönsten Aufgaben sei und eben die Arbeit des Roten Kreuzes auszeichnet. „Ihr seid wertvolle Mitarbeiter, und wir brauchen Euch“, betonte Taubeneder. Im Text der Urkunde hieß es „Herr… bzw. Frau… hat die Prüfung nach der Bayerischen Rettungssanitäterverordnung (BayRettSanV) vom 23.4.2015 abgelegt und bestanden. Herr/Frau erfüllt damit die Voraussetzung als RETTUNGSSANITÄTER/IN DES BAYERISCHEN ROTEN KREUZES tätig zu werden. Die Urkunde wurde von Hans-Michael Weisky, dem Präsidenten des Bayerischen Roten Kreuzes unterschrieben. Die neuen Rettungsanitäter/innen sind: Sebastian Sanladerer, Johannes Kieweg, Julia Brunner, Andreas Kalenberg, George Scarr, Ronja Schreiber, Ulrike Bichler, Nikola Klier, Stefanie Kreissl, Jana Schleipfer, Sebastian Gumminger, Isabell Schön, Eva-Maria Baumgartner, Martina Unter, Lukas Dinglreiter, Felix Burgstallter, Stefanie Eckerstorfer, Eva-Maria Hauer, Marlen Bernhard, Lara Schild, Anja Donaubauer, Valentin Huber, Diana Wiesner, Volodymyr Denysenko, Dominik Dippl, Melanie Demmelbauer, Nina Winklhofer, Marina Kainz, Thomas Völk, Christoph Würzinger, Lena Gimpl, Thomas Thurnberger, Patricia Lindner, Miriam Wimberger, Lorena Sommersberger, Magdalena Hildebrandt, Dominik Lichtenauer, Celine Gust, Verena Hoffmann, Leopold Sperrhake, Jannik Ritzinger, Annalena Rauecker, Theresa Fuchs, Olaf Heidorn, Jonas Veit, Nadine Dreher, Anina Mader, Nicole Binder, Chiaria-Mia Moll, Helen Haselberger, Erwin Ortner, Christoph Puchner, Tobias Graßl, Dominik Hartl, Emily Möbius, Julia Schmadl und Felix Stifter. Dominik Benzer und Bernhard Fasching wählten den Ausbildungszweig des technischen Rettungssanitäters.
Die Urkundenverleihung nahmen gemeinsam Kreisvorsitzender Walter Taubeneder, die beiden BRK-Geschäftsführer Michael Wenig und Klaus Achatz und Kreisbreitschaftsleiter Fabian Pernpointner sowie die jeweiligen Bereitschaftsleiter und Leiter der Rettungswachen vor. Sie bedankten sich für die Ausbildungsbereitschaft und gratulierten gleichzeitig zur bestandenen Prüfung.
