Ehrenamtliche sind zur Stelle, wo immer Hilfe gebraucht wird. Sie schenken Zeit, Wissen und Aufmerksamkeit. Sie übernehmen Verantwortung füreinander und für die Gemeinschaft. Ihr Engagement macht Bayern jetzt und in Zukunft zu einer lebenswerten und menschlichen Heimat, schreibt das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.
Gerade bei den Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz stellen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ein großartiges Fundament dar, betonten Kreisbereitschaftsleiter Fabian Pernpointner, Kreisvorsitzender Walter Taubeneder und Bezirksbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein.
Zur Sitzung selbst konnte Kreisbereitschaftsleiter Fabian Pernpointner neben den Kameradinnen und Kameraden der jeweiligen Bereitschaften besonders BRK-Bezirksbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein, Kreisvorsitzenden Walter Taubeneder,die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Helmut Willmerdinger und Evi Buhmann, stellvertretenden Chefarzt Dr. Paul Gumminger, Schatzmeister Ulrich Donaubauer, den Leiter der Rettungshundestaffel Karl Deml, und Vorstandsmitglied Altbürgermeister Josef Stöcker sowie die Kreisgeschäftsführer Michael Wenig und Klaus Achatz, willkommen heißen. Weitere Grußworte galten den Mitgliedern des Kreisausschusses.
Danach gab Pernpointner zuerst einen chronologischen Überblick der in 2025 wahrgenommenen Termine und Veranstaltungen. So fand am 23. März die Wahlen im BRK Kreisverband Passau statt. Dabei wurde die Kreisbereitschaft und der BRK-Kreisvorstand gewählt. Als Nachfolger von Jürgen Wöhnl wurde Fabian Pernpointner zum Kreisbereitschaftsleiter gewählt. Als BRK-Kreisvorsitzender wurde Walter Taubeneder in seinem Amt bestätigt. Am 9. Mai fand auf Bezirksebene die Wahl des Bereitschaftsleiters statt – hier wurde Dieter Hauenstein wieder gewählt. Am 28. Mai ereignete sich an einem unbeschrankten Bahnübergang bei Pocking – im Bereich Kühnham ein schwerer Unfall zwischen einem Regionalzug mit einem Lastwagen. Zahlreiche Rettungskräfte waren an der Einsatzstelle, wie Pernpointner berichtete.
Zu einem „Tag der Hilfsorganisationen“ wurde am 6. Juni nach Untergriesbach eingeladen. Neben der Feuerwehr, der Bundespolizei und dem THW war dabei auch das Rote Kreuz stark vertreten. Die Delegierten des Kreisverbandes wurden – ebenfalls am 6.Juni zur Bezirksversammlung nach Regenstauf eingeladen. Am .5 Juli wurde im Rahmen der Informations- und Lehrübung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr 2025 (ILÜ San) die Leistungsfähigkeit der Bundeswehr bei der medizinischen Versorgung von Verwundeten in Feldkirchen gezeigt. Zivile Partner wurden dabei erstmals integriert. Am 18. August wurde dann in einem festlichen Rahmen der langjährige Bereitschaftsleiter Jürgen Wöhl verabschiedet. Wöhnl war zwölf Jahre lang Bereitschaftsleiter im BRK-Kreisverband Passau und hat sich dabei große Verdienste erworben. Am 22. September ereignete sich ein Grobrand in Passau Heining, bei dem auch eine Person ums Leben kam. Bei Fabian Pernpointner hinterließ die Kreisbreitschaftsleitertagung in Berlin einen bleibenden Eindruck, den dabei wurde auch die DRK Bundesvorhaltung Logistikgruppe Schönefeld besichtigt. Es ist das Logistikzentrum des DRK Bundesverbands, das sich auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld befindet. Dort hält der DRK Bundesverband Material für Notlagen im Inland und Ausland vor. Weiter ging der BRK-Kreisbereitschaftsleiter auf die Central European Rally (CER) 2025, auf die BRK-Landesversammlung und die Großübung am Klinikum Passau ein. Es war eine überaus interessante Übung, bestätigte Pernpointner. Am 24. Dezember gab es in Breitenberg einen Großbrand. Das war eine Herausforderung für alle Beteiligten, nicht nur von Datum und Uhrzeit her, fügte er an.
Weiter gab BRK-Kreisbereitschaftsleiter Pernpointner einen Überblick über die von den Helferinnen und Helfern geleisteten Dienste. 2025 haben die Bereitschaften wieder eine großartige ehrenamtliche Leistung erbracht, sagte er schon einmal vorweg. Dazu hat er die beeindruckenden Zahlen der Dienste, Übungen und Arbeitsdienste zusammengetragen. Es wurde 321 Sanitätsdienste mit über 4471 Stunden geleistet. Einige dieser Dienste gehen aber auch über mehrere Tage hinweg wie z.B. die Volksfeste in Karpfham, Passau, Hauzenberg, Vilshofen und Aidenbach. Weiter wurde Sanitätsdienst beim Thermenmarathon und auch beim Eulenspiegelfest geleistet. Im Bereich des BRK Kreisverbandes Passau wurden 76 Blutspendetermine von den Bereitschaften betreut, berichtete Pernpointner weiter. Die Helfer vor Ort (HVO), die das Bindeglied zwischen dem Ersthelfer und dem Rettungsdienst bilden, wurden im Berichtszeitraum zu 797 Einsätzen gerufen. Die Unterstützungsgruppen (UGRD) kommen zum Einsatz, wenn der Regelrettungsdienst ausgelastet ist. Diese Gruppen sind an zehn Standorten im Kreisverband vertreten und kamen 83-mal zu Einsätzen. Über 50 ehrenamtliche Rettungssanitäter/innen machen regelmäßig Dienst im Rettungsdienst, merkte Pernpointner weiter an. Von ihnen wurden im Berichtszeitraum 5700 Stunden im regulären Rettungsdienst geleistet. Die weiteren Zahlen betrafen die Katastrophenschutzeinheiten, kurz SEG genannt, die zu 43 Einsätzen alarmiert wurden – einen Großteil dieser Einsätze betraf dabei die Rettungshundestaffel und die IuK-Einheit mit der Drohne.
Die vorgelegten Zahlen stellen nur einen kleinen Überblick dar, denn es kommen noch die vielen Stunden in den Bereitschaften, die Ausbildung unserer Helferinnen und Helfer, sowie die vielen Übungen in den Einheiten und in den Bereitschaften dazu, um unsere Einsatzkräfte bestmöglich auf ihre Aufgaben vorzubereiten, betonte Pernpointner. So übt beispielsweise die Rettungshundestaffel zwei- bis dreimal in der Woche, um die Spürnasen auf ihre Einsätze vorzubereiten. Daher komme auch im Laufe eines Jahres eine beachtliche Zahl an ehrenamtlich geleistete Stunden zusammen, bilanzierte der Kreisbereitschaftsleiter.
Es ist sicherlich nicht immer einfach, Beruf, Familie, Freizeit und das Ehrenamt unter einen Hut zu bekommen. Dafür, dass sie das für das Rote Kreuz immer wieder aufs Neue möglich machen, sprach er allen Helferinnen und Helfern ein herzliches Dankeschön aus.
Abschließend bedankte sich Fabian Pernpointner bei allen Helferinnen und Helfern für den geleisteten Dienst, die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit. Besonders bedankte er sich beim Kreisvorsitzenden Walter Taubeneder mit den Vorstandschaftsmitgliedern, den Mitgliedern des Kreisausschusses und den Fachdienstleitern für die gute, konstruktive und langjährige Zusammenarbeit.
Ich bin sehr gerne zu dieser Sitzung gekommen, weil die Bereitschaften eben auch das Fundament beim BRK bilden, so Kreisvorsitzender Walter Taubeneder. Das Rote Kreuz genieße auch deshalb ein hohes Ansehen, weil es überall vor Ort präsent und sichtbar ist und sich eben auch um die Menschen kümmert, die Hilfe benötigen, sei es durch den Rettungsdienst, die Wasserwacht, die Bergwacht oder durch den Sozialdienst. Auf den Bericht von Kreisbereitschaftsleiter Pernpointner eingehend, sagte Walter Taubeneder, dass es schon beeindruckende Zahlen sind, die hier von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern geleistet wurden. Nur durch Euren Einsatz kann der BRK-Kreisverband strahlen, betonte Taubeneder. Dafür ein ganz großes Dankeschön. Das Rote Kreuz sei eine weltweite Organisation, die durch die Menschen vor Ort sichtbar werde. Jede Helferin und jeder Helfer gebe dem Roten Kreuz ein Gesicht, merkte Taubeneder an. Die Bereitschaftsleiter tragen dabei eine enorme Verantwortung – es ist keine leichte Aufgabe, die auch langjährige Erfahrung voraussetzt und auch Zeit in Anspruch nehme. Ihr beweist, dass ihr für diese große Aufgabe noch ein Herz habt und das Verlässlichkeit und Zusammenhalt noch etwas bedeutet. Ihr lebt die Werte des Roten Kreuzes, sagte er abschließend.
BRK-Bezirksbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein sagte in seinem Grußwort, dass er sehr gerne gekommen sei, weil hier Aktivität vorhanden sei und die täglichen Einsätze funktionieren. Weiter ging er auch das Kriegsgeschehen in der Ukraine kurz ein.
Man könne froh darüber sein, dass das Rote Kreuz so gut aufgestellt sei - für Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Dabei seien alle Bereiche wichtig und greifen bei Einsatzabläufen auch ineinander, ergänzte er.
Auch Hauenstein sprach kurz das Logistikzentrum des DRK Bundesverbands in Berlin-Schönefeld an. Dort hält der DRK Bundesverband Material für Notlagen im Inland und Ausland vor. Weiter betonte der BRK-Bezirksvorsitzende, dass sich mehr als 145.000 Ehrenamtliche im Bayerischen Roten Kreuz engagieren. Es sind Menschen jeden Alters, jeder Hautfarbe und Religion und mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie helfen Menschen in Not. Abschließend dankte er noch allen Anwesenden, die sich eben beispielgebend im Roten Kreuz einbringen. Diesen Dank verband er damit, dass dem BRK weiterhin die Treue gehalten werde.
Danach hatte Kreisbereitschaftsleiter Fabian Pernpointner und BRK Kreisvorsitzender Walter Taubeneder die ehrenvolle Aufgabe, einige Kameradinnen und Kameraden zu Bereitschaftsleitern ernennen zu können. Eine Ernennungsurkunde erhielten Hendrik Claassens (Bereitschaft Passau 2), Stefan Schlager (Bereitschaft Fürstenzell), Korbinian Falkner (Bereitschaft Ortenburg), Katharina Kaiser (stv. BL Bereitschaft Bad Griesbach), Franz Pechtler (Bereitschaft Heining), Hermann Engl (Bereitschaft Aidenbach) und Martin Hoisl (stv. BL Bereitschaft Tiefenbach). Die Ernennungsurkunde als Gruppenführer Rettungshunde erhielt Karl Deml.
Für den Katastrophenschutz wurden mit Alexander Aigner, Marco Meisl, Klaus Achatz, Stefan Schlager, Roland Schreiber und Fabian Pernpointner sechs Zugführer ernannt. Für die SEG Betreuung wurden zwei Gruppenführer (Corinna Gruber und Thomas Reischhofer) und für die SEG Behandlung drei Gruppenführer (Markus Tischler, Daniel Hildebrandt und Maximilian Langbauer) und ein Truppführer (Lukas Holztrattner) ernannt.
Ein Dankesessen rundete schließlich die Bereitschaftsleitersitzung ab.

